Zwei Beraterinnen, zwei Welten? Was PR und Social Media wirklich unterscheidet

In vielen Unternehmen werden PR und Social Media noch immer konsequent in zwei getrennte Schubladen gesteckt: Redaktionen und Themenhoheit auf der einen, Content und Kanäle auf der anderen Seite. Dabei geht es am Ende bei beiden um Wirkung. Bei additiv arbeiten wir in den Bereichen auch mit zwei unterschiedlichen Beratungsschwerpunkten. Warum eigentlich? Ich habe im Arbeitsalltag mal bewusst hingeschaut…

Wenn meine Kollegin Tabitha und ich zusammen in einem Büro sitzen, merke ich manchmal erst, wie ähnlich unsere Tage aussehen und wie unterschiedlich sie sich anfühlen. Wir sind beide Beraterinnen, jonglieren Termine, stimmen uns mit Kunden ab, schreiben Texte, schieben Projekte an und halten sie am Laufen.

Der offensichtlichste Unterschied: Tabitha legt den Fokus auf Social Media statt (wie ich) auf Fachpressearbeit. Dabei stelle ich mir hin und wieder immer dieselben Fragen. Was genau macht Tabitha eigentlich, was ich nicht mache? Haben wir in unserer Arbeit Schnittpunkte und wenn ja, wo?

Um das zu beantworten, habe ich Tabitha einfach gefragt: „Sag mal, was machst du eigentlich so?“

Beratung ist Beratung ist Beratung

Fangen wir mit den Parallelen an. Ihr Tag besteht aus Terminen, Texterstellung, Kundenkorrespondenz und Organisation. Also genau aus den Bausteinen, die auch meinen Kalender füllen. Tabitha denkt diese Bausteine konsequent vom Social-Media-Kontext aus, mit Plattformlogiken, Zielgruppeninteraktion und messbaren Ergebnissen. Ich komme häufiger von der Fachpresse, von Themenführung, Relevanz und Platzierung. Auch wenn sich der Schwerpunkt verschiebt, ähneln sich unsere Aufgaben, die so im Alltag anfallen.

Redaktion oder Reaktion?

Gehen wir nun ein Stockwerk tiefer in der Beobachtung. Ein Großteil unserer Arbeit besteht aus Schreiben. Was das Thema Texte angeht, dachte ich zuerst, der Unterschied wäre riesig. Und ja: Er ist riesig, wenn man darauf schaut, für wen wir schreiben. Gleichzeitig ist er gar nicht so riesig, wenn man darauf schaut, was wir als Beraterinnen beim Schreiben eigentlich leisten.

Tabitha schreibt so gut wie keine klassischen PR-Formate für Fachmedien. Also kaum Pressemitteilungen und auch selten Texte, die so gebaut sind, dass sie eins zu eins in eine Redaktion passen. Das ist eher mein Spielfeld. Ich schreibe Pressemitteilungen, Fachartikel oder Anwenderberichte, also Texte, bei denen am Ende nicht nur die Information stimmen muss, sondern auch Einordnung und „Redaktionstauglichkeit“. Dazu kommt bei mir alles, was man im fertigen Text nicht sieht: tägliches Medienscreening, das Abgleichen mit Themen- und Redaktionsplänen, die Vorbereitung von Experteninterviews sowie die Frage, welcher Pitch wann bei welchem Medium überhaupt Sinn ergibt. PR ist bei additiv ein System aus Planung, Timing und Qualitätssicherung, nur mit anderen Spielregeln.

Dafür arbeitet Tabitha viel stärker dort, wo der Text direkt an eine Handlung gekoppelt ist. Wenn Social-Media-Kampagnen oder Ads ins Spiel kommen, braucht es Posts, die nicht nur informieren, sondern Menschen durch eine Entscheidung führen. Wenn es um Landingpages und ähnliche Inhalte geht, schaut sie mit einem anderen Blick drauf. Fehlen Argumente? Ist der Nutzen klar? Passt der Aufbau zu dem, was die Anzeige vorher verspricht? Schlussendlich dann diese eine Frage, die sowohl im Social-Media-Kontext als auch in der PR ständig mitschwingt: Bringt der Text wirklich etwas in Bewegung?

Tools, Tabs, Taktung

Wenn ich am Schreibtisch sitze und meinen Bildschirm so betrachte, dann sehe ich PR als System. Ein paar (oder hundert, aber wer zählt schon mit?) Textdokumente, ein Redaktions- oder Themenplan, Mails mit Rückfragen und Freigaben, daneben immer wieder der Blick auf das, was draußen tatsächlich passiert. Fürs Clipping läuft bei uns regelmäßig unser Monitoring-Tool mit, parallel dazu scanne ich Newsletter, Portale und LinkedIn, ob und wie ein Thema aufgegriffen wird. Und dann sind da die „stillen“ PR-Werkzeuge: Medienlisten in unserem Versandtool Zimpel, Pitch-Notizen, Konzeptionspapiere und der Abgleich mit Themenplänen, weil gute Textplatzierung bei wichtigen Zielmedien selten ein One-Shot ist, sondern Vorbereitung, Timing und saubere Nacharbeit braucht.

Bei Tabitha ist das Setup ein ganz anderes. Da ist zum Beispiel ein Kampagnen-Manager offen, manchmal gleich zwei – je nachdem, ob sie gerade auf LinkedIn/Meta oder über Google Ads arbeitet. Daneben ein Trelloboard, in dem Inhalte getaktet werden, und irgendein Tracking-Tool, das zeigt, was in den letzten drei Wochen besonders gut funktioniert hat. Und dann sind da noch die Tools, mit denen aus einer Idee überhaupt Content wird, den man posten oder bewerben kann. Eine Grafik in Canva, ein Video in CapCut, ein Check in Google Analytics oder Matomo, ob das, was man da gerade anstößt, auch wirklich irgendwo ankommt.

Am Ende optimieren wir beide: Tabitha entlang von Plattform- und Kampagnen-Signalen, ich entlang von Zielmedien, Themenfenstern und Resonanz. Wir prüfen regelmäßig, was funktioniert, und justieren nach. Damit aus einer guten Idee auch wirklich Wirkung wird.

Social Media ist kein Add-on zur PR

So langsam wird mir klar: Mea Culpa, denn ich habe Social Media früher unterschätzt. PR und Social sind bei additiv keine Konkurrenzdisziplinen, sondern zwei Ausspiel-Logiken auf derselben Story. Tabitha sitzt nicht nur bei „reinen Social-Media-Projekten“ am Tisch. Sie kommt immer dann dazu, wenn Kund:innen hybrid denken und Social Media, Content und Kampagnen zusammen funktionieren müssen.

Das ist Tandem-Arbeit. Je nach Kundenprojekt kommt Tabitha mit ihrem Social-Media-Schwerpunkt dazu. Mal punktuell, mal dauerhaft. Wie die Kundenabstimmung beispielsweise in Jour-Fixe-Terminen stattfindet, hängt vom Setup ab: in getrennten Terminen, gemeinsam – je nachdem, wie eng Social Media mit den übrigen Maßnahmen verzahnt ist. Und manchmal sitzt sie auch in Terminen, die auf den ersten Blick gar nichts mit Social Media zu tun haben. Zum Beispiel, wenn ein Whitepaper oder ein anderes großes Thema geplant wird, aus dem später eine Kampagne werden soll. Dann hilft es wenig, ihr nur das fertige Dokument zu übergeben. Als Social-Media-Beraterin muss Tabitha die Story dahinter verstehen, damit der Content am Ende nicht wie ein Anhängsel wirkt. Und das passt auch zu meiner PR-Arbeit: Wir bauen Inhalte oft vom Kernstück aus – zum Beispiel einem Whitepaper – und leiten daraus Formate wie Fachartikel oder Pressemitteilungen ab.

„Mal eben nebenbei“ ersetzt keine Strategie

Ich muss sie jetzt ansprechen, diese nicht böse gemeinten, aber hartnäckigen Vorurteile: „Social Media macht man mal eben so nebenbei“ und „Da schreibt man doch nur ein paar Posts“. Je mehr ich über Tabithas Arbeit erfahre, desto mehr muss ich über diese Sätze schmunzeln, die man so oft hört, die ungefähr so klingen wie „eine Pressemitteilung kann ich auch selbst schreiben“. Stimmt ja sogar irgendwie. Man kann. Die Frage ist nur, was dabei rauskommt.

Denn das „Nebenbei“ ist meistens der Moment, in dem die Strategie fehlt. Wer ist die Zielgruppe? Was soll hängen bleiben? Welche Geschichte erzählen wir über Monate hinweg, nicht nur in einem einzelnen Beitrag? Und woran merken wir, dass es funktioniert? Genau da werden Social Media und PR zur Beratung. Nicht, weil man besonders schöne Captions oder Pressemitteilungen schreiben muss, sondern weil man Entscheidungen trifft: was wir sagen und wie wir es sagen.

Genau deshalb sind Social Media und PR bei uns Beratung und nicht bloß Content. Weil beides auf die Ziele des Unternehmens einzahlen muss. Und Tabitha tippt nicht nur Posts. Sie ist eine Sparringspartnerin, die dafür sorgt, dass das, was wir da „einfach mal“ veröffentlichen könnten, auch wirklich Wirkung entfaltet.

So biegst du den Corporate Shrimp wieder gerade

Mein Lieblingsgetränk? Der Schluck Wasser in der Kurve. Ich erwische mich täglich dabei, wie ich wie Gollum am Schreibtisch sitze und trotzdem beschwere ich mich immer wieder über Schulter- und Nackenschmerzen. Doch bereits einfache Anpassungen am Arbeitsplatz und kleine Bewegungspausen zwischendurch können einen spürbaren Unterschied machen. Nichts Weltbewegendes und dennoch wird es dir dein Körper auf lange Sicht danken!

Disclaimer: Der Bewegungsapparat ist komplex und jeder Körper hat unterschiedliche Bedürfnisse. Die folgenden Tipps sind gängige Maßnahmen, die gegen ungesunde Sitzgewohnheiten helfen können, ersetzen aber keine Physiotherapie.

Wer unter ständigen oder starken Schmerzen leidet, sollte unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Mein rechter, rechter Platz ist frei…

„Setz dich gerade hin!“ Diesen Satz hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Und logisch, denn ständiges krummes Sitzen belastet die Wirbelsäule, sorgt für Nackenschmerzen und begünstigt eine ungesunde Körperhaltung. Gerade in Konzentrationsphasen fällt es mir oft nicht auf, dass ich wie ein Gargoyle (Google es und du weißt, was ich meine) vor dem Schreibtisch hocke – am besten noch im halben Schneidersitz. Dabei gibt es eine recht einfache Formel, die dem entgegenwirken kann:

  • Sitzhöhe: Füße stehen flach auf dem Boden, Knie etwa auf 90–100°.
  • Sitztiefe: Zwischen Kniekehle und Sitzkante etwa 2–3 Finger Platz.
  • Rückenlehne: Lehne so einstellen, dass der untere Rücken spürbar gestützt ist. Leichtes Zurücklehnen ist ok, Hauptsache nicht einsacken.
  • Tisch/Tastatur/Maus für entspannte Schultern: Tastatur und Maus nah ran. Ellbogen nahe am Körper, Unterarme locker aufliegen, Schultern nicht hochgezogen.

Zeit zum Aufstehen

Doch selbst bei einer gesunden Sitzhaltung schmerzen mir nach mehreren Stunden die vier Buchstaben. Hier sind höhenverstellbare Schreibtische ein Segen. Es tut gut, regelmäßig den Tisch hochzufahren und eine Zeitlang im Stehen zu arbeiten. Gerade kurze Stehphasen können wirklich helfen, weil allein der Positionswechsel entlastet: Du nimmst Druck vom Gesäß und dem unteren Rücken und verteilst die Belastung neu. Außerdem kommt im Stehen oft mehr Bewegung in den Körper. Man verlagert häufiger das Gewicht, macht kleine Schritte und streckt sich zwischendurch. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu langes, starres Stehen kann den Körper anders belasten. Wenn man lange unbewegt steht, ermüdet die Muskulatur in Waden, Oberschenkeln und Rücken.

Deshalb empfehle ich einen ausgewogenen Mix aus Sitzen und Stehen, indem man z.B. alle 30 – 60 Minuten die Position wechselt.

Bei 10.000 Schritten kann man sich leicht verzählen

Der beste Ausgleich für langes Sitzen? Natürlich Bewegung. Es muss kein Extremsport sein, schon ein täglicher Spaziergang hilft bei Gelenkschmerzen, sinkt den Blutzuckerspiegel und regt den Kreislauf an. Warum also nicht die Mittagspause für einen kleinen Verdauungsspaziergang mit Kolleg:innen nutzen?

Kleiner Fun Fact nebenbei: Der Mythos, täglich 10.000 Schritte gehen zu müssen, war nur ein Marketinggag eines japanischen Herstellers für Schrittzähler im Rahmen der Olympischen Spiele 1964. Aus einer Studie der Lancet Public Health geht hervor, dass bereits 7.000 Schritte am Tag ausreichen, um einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu erzielen.

Durch Dick und Dehn

Keine Sorge, damit ist kein kompliziertes Büro-Yoga vor den Kolleg:innen gemeint, sondern lediglich kleine Dehnungsübungen zur Senkung von Verspannungen.

Bei additiv schaut dich übrigens keiner schief an, wenn du dich für die ein oder andere Rückenübung auf den Boden legst (ich spreche aus Erfahrung). Folgende Dehnübungen lassen sich super in den Büroalltag integrieren:

  • Schulterblatt-Retraktion: Ziehe deine Schulterblätter nach hinten zusammen, als wolltest du zwischen ihnen einen Stift halten.
  • Seitliche Nacken-Dehnung: Setze dich aufrecht hin und lasse die Arme locker runterhängen. Neige den Kopf langsam zur Seite. Wichtig: Den Kopf nicht zur Seite drehen, sondern seitlich kippen, als wolltest du dein Ohr Richtung Schulter bringen. Ziehe die Schultern nicht nach oben.
  • Gesäß-Dehnung im Sitzen: Setz dich aufrecht, ein Fußknöchel auf das gegenüberliegende Knie. Lehne dich leicht mit geradem Rücken nach vorne.

Hüftbeuger-Dehnung im Stand: Mache einen großen Ausfallschritt nach vorne und beuge das vordere Knie etwas. Jetzt schiebe deinen Becken-/Hüftbereich langsam nach vorn, bis es in der Hüfte/Leiste des hinteren Beins zieht.

Mein Bonustipp nach der Arbeit: Kraftübungen im Gym

Eigentlich bin ich gegen jegliche Sportart allergisch. Doch auch ich musste mir irgendwann eingestehen, dass es nicht nur einen ergonomischen Arbeitsplatz braucht, um körperliche Beschwerden im Alter vorzubeugen.

Krafttraining (ja, ich weiß, das Wort allein stinkt schon nach Schweiß) ist der sinnvolle Gegenpart, weil es nicht nur Probleme vermeidet, sondern Muskeln aufbaut: Mehr Kraft und Kraftausdauer bedeuten mehr Belastbarkeit für lange Büro-Tage und Stressphasen. Außerdem setzt Training genau die Reize, die im Büroalltag fehlen: Der obere Rücken wird kräftiger, Gesäß und hintere Oberschenkel werden wieder aktiv beansprucht und der Rumpf gewinnt an Stabilität – so verteilt sich die Belastung sinnvoller, statt dass ständig dieselben Stellen die ganze Arbeit übernehmen. Unterm Strich ist Ergonomie Schadensbegrenzung, Krafttraining ist Aufbauarbeit. Und zusammen sind sie die beste Versicherung dafür, dass der Körper auch später noch möglichst entspannt mitmacht.

Das Volo? Hat bei mir zwischen bauma und Glitzer angefangen

Manche Karrierewege folgen einem klaren Plan.  Meiner hat sich irgendwo zwischen der bauma und der Pressearbeit im Karneval entwickelt und genau diese Kombination führte mich zu additiv: Jetzt bin ich Volontärin im Social Media Management.

Was auf den ersten Blick nach einem ungewöhnlichen Mix klingt, ist rückblickend ziemlich logisch. Denn ob B2B-Kommunikation im Maschinenbau oder Social Media mit Kostüm und Konfetti: Es geht immer darum, die richtigen Leute mit den richtigen Themen zu erreichen.

Von der Unternehmensseite in die Agenturwelt

Bevor ich zu additiv gekommen bin, habe ich die Unternehmenssicht kennengelernt. In einer Branche, in der auch viele additiv-Kunden unterwegs sind. Das gibt mir heute eine hilfreiche Perspektive auf typische B2B-Themen und die Realität hinter der Kommunikation. Als Werkstudentin im Online-Marketing eines großen und international bekannten Baumaschinenherstellers habe ich erlebt, wie Kommunikation im B2B-Alltag funktioniert und wie es ist, komplexe Themen verständlich zu erklären.

Ein Highlight war für mich die bauma Messe 2025. Dort habe ich die Messestandkommunikation eigenständig verantwortet und im Social-Media-Team unterstützt. Messe heißt: wenig Zeit, viele Themen, hohe Erwartungshaltung und vor allem viel Spontanität. Umso bewusster wurde mir, wie wichtig strukturierte Prozesse sind und dass guter Content eben nicht nur Kreativität braucht, sondern vor allem Strategie.

Pressearbeit zwischen Karneval und Content-Plan

Parallel dazu bin ich im Vorstand eines Karnevalsvereins ehrenamtlich für Pressearbeit und Social Media zuständig. Was zunächst nach Hobby klingt, ist in der Praxis echter Kommunikationsarbeit erschreckend ähnlich. Man entwickelt Content, überlegt, wo und wie man ihn ausspielt und reagiert auf das, was gerade passiert.

Der Unterschied liegt eher im Setting als im Handwerk: etwas mehr Glitzer, etwas mehr Kamelle. Die Mechanik dahinter ist dieselbe. Genau das hat meinen Blick dafür geschärft, was gute Kommunikation ausmacht, unabhängig von Branche oder Organisationsgröße.

Social Media – Perfect Match!

Während meines Studiums in Management und Psychologie mit dem Wahlfach Diversity Management und durch fünf Jahre Werkstudenten-Erfahrung in Controlling, Online-Marketing, Eventmanagement und Projektmanagement wurde mir ziemlich klar, was ich in einem Job brauche. Ich wollte nicht nur ausführen, sondern mitdenken. Nicht nur gestalten, sondern auch verstehen, was dahintersteckt. Und ich wollte ein Umfeld, in dem Weiterentwicklung nicht nur ein Buzzword ist.

Social Media Management ist genau dieses Sowohl-als-auch. Ein guter Post ist kein Glückstreffer, sondern das Ergebnis von Planung, Beobachtung und Know-How.

Next Stop: additiv.

Ich war noch nicht aktiv auf Stellensuche, aber die Ausschreibung hat mich gefunden (natürlich, wie soll es auch anders sein, über Social Media). Ich befand mich mitten in einer dieser Phasen, in denen man eigentlich „erstmal die letzte schwere Prüfung im Studium abhaken“ wollte. Aber manche Dinge haben ein gutes Timing, und dieser Schritt ist das beste Beispiel.

Dass das Team dann auch noch so herzlich und professionell ist, wie es ist, war das i-Tüpfelchen (oder eher das a-Tüpfelchen).

Und ganz ehrlich: Nach den ersten Tagen war mir klar, dass ich hier richtig bin.

Ein Blick hinter die Kulissen – wie ein Videoprojekt bei additiv entsteht

Ein Videoprojekt bei additiv beginnt für mich eigentlich immer ähnlich: Mal ist es eine kurze Nachricht in Teams, mal ein Zuruf im Flur – aber die Message ist immer etwas wie: „Hey, Kunde X hat da ein interessantes Projekt und ein Video würde super passen. Schau doch mal im Jour Fixe vorbei.“ In meinen Ohren der Startschuss für ein Projekt, das schnell Fahrt aufnimmt. Denn bevor überhaupt eine Kamera eingeschaltet wird, beginnt ein Prozess, der viel mehr ist als nur Planung und Technik. Videoprojekte sind ein Mix aus wohltuender Struktur und der eigenen Kreativität. Und genau das macht die Arbeit im Video‑Team aus: Kein Projekt gleicht dem anderen.

Entgegengesetzt zu einem sehr bekannten antiken Zitat führen im Videoteam nicht alle Wege nach Rom – vielmehr starten sie dort und nehmen anschließend ihren eigenen Weg zum Ziel. Unser Startpunkt, also „unser Rom“, ist dabei der erste Austausch mit dem Kunden. Hier werden Erwartungshaltungen besprochen und  Rahmenbedingungen festgezurrt. Was soll das Video eigentlich erzählen? Was ist das Ziel dahinter? Wen wollen wir erreichen? Und welches Gefühl soll am Ende beim Zuschauer hängen bleiben? Manchmal gibt es im Voraus schon eine ziemlich klare Vorstellung und manchmal wird die Idee erst im gemeinsamen Gespräch so richtig greifbar. Jede Frage, jede Skizze und jeder Gedanke bringen uns dabei dem finalen Video ein Stück näher.

Auf der Suche nach dem roten Faden

Nach dem ersten Austausch beginnt eine Phase, die nach außen oft unscheinbar wirkt, für mich aber das eigentliche Fundament des gesamten Projekts legt: die Vorbereitung. Jetzt geht es darum, alle Infos, die wir im Gespräch gesammelt haben, zu einem roten Faden zu spinnen.

Die Storyline bildet den inhaltlichen Rahmen und legt fest, wie das Video aufgebaut ist und in welcher Reihenfolge die Inhalte erzählt werden. Sind Interviews geplant, ergänze ich den entsprechenden Fragebogen.

Parallel erstelle ich die Disposition für den Drehtag: Wer ist wann vor Ort? Welche Szenen drehen wir zu welcher Uhrzeit? Welche Räume oder Motive brauchen wir? Und wie viel Zeit planen wir dafür ein?

Die Vorproduktion wird durch das visuelle Konzept abgerundet. Dabei legen wir fest, welche Bilder zur Story passen, die Aussagen untermauern oder die gewünschte Atmosphäre schaffen. So haben alle Beteiligten eine gemeinsame Vorstellung davon, wie das Video später wirken soll.

Jetzt wird’s spannend: Lights, Camera, Action!

Dann kommt endlich das Highlight eines jeden Videoprojekts: der Drehtag. Umgesetzt werden die Filmarbeiten dabei von meinen externen Lieblingskollegen – unseren Kameraleuten. Einige von ihnen kenne ich schon seit mehreren Jahren und wir haben schon oft gemeinsam hinter der Kamera gestanden. Während sie ihr Equipment aufbauen und das Setting perfektionieren, gehe ich mit den Verantwortlichen vor Ort und den Interviewten noch einmal den geplanten Ablauf und die Fragen genau durch, sodass am Ende keine Unsicherheiten bleiben.

Wenn alles steht, starten wir mit den Aufnahmen. Die Storyline gibt die Richtung vor und der Interviewleitfaden sorgt für klare Aussagen. Trotzdem bleibt immer Raum für spontane Entscheidungen – ein anderer Kamerawinkel, eine Szene, die besser wirkt als gedacht, oder ein kurzer Moment, der das Video emotionaler macht als geplant.

Was ich an Drehtagen besonders mag, ist das Zusammenspiel unseres Teams in Kombination mit den Besonderheiten eines jeden Projekts. Jeder weiß, was zu tun ist, und trotzdem bleibt genug Kreativität, um jedem Video eine eigene Note zu geben.

Alles fügt sich zusammen

Nach dem Dreh landet das gesamte Material erst einmal bei mir auf dem Schreibtisch – oder besser gesagt: auf meinem Rechner. Jetzt beginnt die Phase, in der das Videopuzzle zusammengesetzt wird.

Ich sichte die Aufnahmen, wähle die besten Szenen aus und erstelle daraus den Ablaufplan der einzelnen Sequenzen. Auf dieser Basis entsteht dann ein erster Rohschnitt. Mit dieser Version startet mein Feinschliff: O-Töne kürzen, tauschen oder komplett ersetzen, bis der rote Faden perfekt zu erkennen ist. Sobald die Inhalte dann finalisiert sind, kommt die Magie unsere Bewegtbildprofis zum Einsatz: Übergänge glätten, Musik auswählen, Bauchbinden einfügen und den Ton sauber abmischen. Dieser Teil ist oft sehr detailreich, aber genau das macht ihn so spannend. Man sieht mit jedem kleinen Schritt, wie aus einzelnen Fragmenten etwas Schlüssiges entsteht.

Und irgendwann ist er dann da: Der Moment, in dem das Video rund wirkt. Jetzt steht nur noch die finale Freigabe aus. Anschließend kann unser Kunde es für den eigenen Onlineauftritt, für Social Media oder auf Events sowie in Verkaufsgesprächen nutzten – ganz so wie es möchte.

Was am Ende bleibt… und dann beginnt’s von vorn

Wenn ein Videoprojekt abgeschlossen ist, merke ich oft erst, wie viel in den vergangenen Tagen oder Wochen eigentlich passiert ist. Von der ersten Nachricht in Teams bis zum finalen Export steckt jede Menge Abstimmung, Kreativität und Detailarbeit drin. Genau das macht jedes Projekt auf seine eigene Weise besonders.

Was ich im Video‑Team bei additiv besonders schätze, ist genau dieser Mix: ein strukturierter Ablauf, der Halt gibt aber gleichzeitig auch genug Raum für spontane Ideen, neue Perspektiven und besondere Momente. Kein Dreh ist wie der andere, kein Schnitt läuft gleich, kein Kunde bringt die gleiche Geschichte mit.

Und genau deshalb freue ich mich jedes Mal, wenn wieder eine Nachricht auftaucht: „Hey, da gibt’s ein spannendes Projekt…“

Es ist CANva, nicht CANNOTva: 5 Gründe, warum wir Canva lieben

Sind wir mal ehrlich: Es gibt Tools, bei denen sich die Meinungen zur Nutzerfreundlichkeit spalten. Während die einen auf Excel schwören, verzweifeln die anderen an kryptischen Formeln. Während Word für manche seit jeher ein vertrauter Begleiter ist, vergessen andere immer wieder, wie man erst ab Seite drei mit der Nummerierung beginnt. Am Ende gibt es aber ein Tool, dessen Usability uns alle verbindet: Canva! Hier sind fünf Gründe, warum wir das Designtool lieben.

Kleiner Disclaimer: Obwohl Canva ein starkes Werkzeug für die schnelle Bild- und Videogestaltung ist, ersetzt das Tool keinen professionellen Grafiker. Ein ausgebildeter Grafiker bringt nicht nur tiefes Fachwissen in Typografie, Layoutdesign, Farblehre und Markenentwicklung mit, sondern kann auch komplexe Anforderungen viel präziser umsetzen. Gerade bei aufwendigen Projekten wie Kundenmagazinen, hochwertigen Printprodukten, Illustrationen, individueller Bildbearbeitung oder der Erstellung einer markenkonsistenten Bildwelt liefert ein Profi eine Qualität, die Canva allein nicht leisten kann. Man kann also sagen: Canva macht Gestaltung einfach, ein Grafiker macht es besser.

Drag and drop it like it‘s hot

Das Offensichtlichste vorneweg: Wohl kaum eine andere Designsoftware lässt sich so intuitiv bedienen wie Canva. Während man in klassischen Programmen Bilder, Textfelder oder Grafiken oft über verschachtelte Menüs, Werkzeuge oder Ebenen verwalten muss, funktioniert das in Canva ganz unkompliziert: Element anklicken, festhalten, an die gewünschte Stelle ziehen und loslassen. Eine Grafik zu erstellen ist dadurch so, als würde man einen Tisch decken – man nimmt sich die gewünschten Bestandteile und legt sie ganz selbstverständlich dorthin, wo man sie haben möchte. Die Bedienung ist so einfach, dass selbst Einsteiger ohne Vorwissen sofort loslegen können.

We don’t make mistakes, we just have happy accidents

Canva ist der Bob Ross unter den Tools: Geduldig, entspannt und gibt dir einfach ein gutes Gefühl. Fehler lassen sich hier ganz einfach durch die „Rückgängig“-Funktion für mehrere Schritte beheben, ohne dabei die gesamte Grafik umzustellen. Dabei ist es nahezu unmöglich, Elemente versehentlich dauerhaft zu löschen, da Canva ältere Versionen deines Designs automatisch speichert und wiederherstellen kann.

Brand Kit: Blaukraut bleibt Blaukraut und Taubenblau bleibt Taubenblau

Ob Farbtöne, eigene Schriftarten oder sogar Logos: Grafiken lassen sich konsistent in deinem Corporate Design erstellen. Im Brand Kit legst du deine Markenfarben fest, von Petrol bis Koralle, von Midnightblue bis Sonnengelb. Canva stellt sie dir automatisch in jeder Farbpalette zur Verfügung, sodass du stets den richtigen Ton triffst. Auch Unternehmensschriften oder offizielle Fonts kannst du dort hinterlegen, damit Überschriften, Fließtexte und Akzente im richtigen Stil erscheinen. Zusätzlich lassen sich Logos und weitere Markenelemente speichern, sodass sie jederzeit in optimaler Qualität griffbereit sind. So entsteht ein einheitliches, professionelles Erscheinungsbild – selbst, wenn mehrere Personen an verschiedenen Designs arbeiten.

Pi mal Daumen? Jetzt wird’s genau

„Fällt auf, dass das nicht ganz mittig ist?“ – Elemente nach Augenmaß in der Mitte der Grafik zu setzen ist wie das Bullseye einer Dartscheibe zu treffen: Ein Glückstreffer. Doch Symmetrie entsteht nicht durch Bauchgefühl, sondern durch exakte Maße. Damit du nicht das Lineal an den Bildschirm halten muss, hilft dir Canva automatisch, die Abstände deiner Bausteine zu messen. Intelligente Hilfslinien, Abstandsmarker und Snap‑Funktionen sorgen dafür, dass Layouts harmonisch bleiben, selbst wenn du kein Zielwasser getrunken hast.

Dein Design in jeder Datei

Canva erleichtert den Export deiner Designs, weil du sie in nahezu jedem gängigen Format ausgeben kannst. Egal, ob du ein Bild für Social Media als PNG oder JPG brauchst, eine druckfähige PDF-Datei für Flyer oder eine MP4‑Datei für Videos und Animationen: Mit wenigen Klicks stehen dir viele Optionen zur Verfügung. Canva optimiert die Ausgabe automatisch, sodass Auflösung, Seitenränder oder Dateigrößen stimmig bleiben. Auch transparente Hintergründe, komprimierte Dateiversionen oder formatgerechte Exporte für Präsentationen sind unkompliziert möglich. Das macht den gesamten Prozess von der Idee bis zur fertigen Datei schnell und stressfrei.

Fazit: Canva für den Sprint, Grafiker für den Marathon

Canva macht Gestaltung einfach und zugänglich. Doch einzigartiges Design entsteht nicht durch Vorlagen, sondern durch Menschen. Ein professioneller Grafikdesigner (wir lieben dich, Patrick!) versteht deine Marke, spürt ihre Persönlichkeit, erzählt deine Unternehmensgeschichte visuell und übersetzt all das in Bilder, Formen und Farben, die wirken und im Gedächtnis bleiben. Canva liefert Möglichkeiten. Ein Designer verwandelt sie in Identität. Darum bleibt menschliche Kreativität auch in Zeiten smarter Tools unersetzlich.

Und sind wir mal ehrlich: Gerade im Alltag erkennen wir, wann ein Flyer oder eine Werbetafel von einem Profi erstellt wurde und wann es mit Tools eher schnell gehen musste!

Zukunft Intralogistik: Unsere Highlights von der LogiMAT 2026

Seit vielen Monden wird Stuttgart jeden März zur Hauptstadt der Intralogistik. Für drei Tage lockt die führende Branchenmesse LogiMAT Jahr für Jahr tausende Besucher:innen aus aller Welt in die Schwabenmetropole. Wir sind seit der ersten Stunde mit dabei, um die Messeauftritte unserer Kunden zu begleiten. Die größten Trends in diesem Jahr: (wenig überraschend) künstliche Intelligenz und Robotik.

In der Logistikarena

In diesem Jahr ging die LogiMAT unter dem Motto „Passion for Details“ an den Start. Wie sich diese Details zu einem hocheffizienten Gesamtbild zusammensetzen, präsentierten unsere Kunden SYNAOS und Wiferion gemeinsam mit KUKA und AUMOVIO Robotic Solutions am Gemeinschaftsstand B61 in Halle 8. In der „Interoperability Arena“ zeigten die Partneraussteller auf mehr als 600 Quadratmetern die Vorteile ganzheitlicher Intralogistikkonzepte, die Leitstand, Robotik, manuelle Fahrzeuge und Infrastruktur aus einem Guss bieten. Vor Ort konnten Messebesucher:innen in Live-Szenarien beobachten, wie diese einzelnen Bausteine zusammenarbeiten. Von zentraler Bedeutung für das Interoperabilitätskonzept sind die herstellerunabhängige Orchestrierungssoftware SYNAOS Intralogistics Platform sowie die Ladelösungen von Wiferion zur kontaktlosen Energieversorgung. Das besondere Highlight fürs Team additiv: Unsere Kolleg:innen Lina und Bastian durften das Pressefrühstück am zweiten Messetag begleiten. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellten die Aussteller zahlreichen Medienvertreter:innen ihr Konzept einer interoperablen Logistik vor.

Unsere Messe-Highlights

Zusätzlich stellten auf der LogiMAT sieben weitere unserer Kunden ihre neuesten Innovationen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Intralogistik vor. Dabei gab es eine Menge spannender und vielfältiger Neuheiten zu entdecken – insbesondere in den Rubriken Softwarelösungen und Robotiksysteme.

Besonders im Fokus standen dabei Produkte, die einen effektiven Logistikeinsatz mittels künstlicher Intelligenz ermöglichen. So präsentierte der WMS-Spezialist PSI drei Erweiterungen seiner Plattform PSIwms AI, die KI zum unkomplizierten Helfer im Logistikalltag machen: einen Business Assistant, eine KI-gestützte Dokumentation und einen Konfigurationsassistenten. Auch Logistics Reply zeigte, wie KI den operativen Alltag der Logistik verändern wird. Mit der neuen Lösung GaliLEA Dynamic Intelligence ermöglicht der WMS-Anbieter, KI-Agenten zu erstellen, die Prozessdaten auswerten, Anomalien erkennen und Entscheidungen ad-hoc unterstützen. Gleichzeitig informierte Systemintegrator Unitechnik darüber, wie Logistikprozesse mithilfe eines digitalen Zwillings im laufenden Betrieb optimiert werden können.

Dass KI auch in der Robotik enormes Potenzial bietet, verdeutlichte Sereact mit seinem Vision-Language-Action-Modell Cortex. Mit dieser Lösung können Roboter neue Produkte sofort kommissionieren, ohne Programmieraufwand oder Testläufe. In der Rubrik mobile Robotik zeigte AGV-Experte SAFELOG die Vorteile einer agentenbasierten Schwarmarchitektur, die ohne zentralen Leitstand auskommt. Ebenfalls im Bereich der Lagerautomatisierung ist die von item präsentierte elektromechanische Freigabeeinheit mit integrierter Sensorik angesiedelt, die mechanische Stopper ersetzt.

Auch das Wiedersehen mit alten (und jungen) Bekannten war ein besonderes Highlight. In entspannter Atmosphäre kamen wir mit neuen wie vertrauten Kontakten ins Gespräch und tauschten uns über Eindrücke von der Messe, aktuelle Kommunikationsthemen und darüber hinausgehende Entwicklungen aus. Dabei ergaben sich zahlreiche neue Verbindungen sowie interessante Perspektiven aus unterschiedlichen Unternehmen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Bei der Standparty am ersten Messeabend lud SYNAOS seine Gäste zu kühlen Getränken ein. Insgesamt ein stimmiger Mix aus fachlichem Austausch und persönlichem Networking.

Nach der LogiMAT …

Es hat sich einmal mehr gezeigt, wie sich die Logistik weiterentwickelt. Ganz deutlich wird das am Thema künstliche Intelligenz. Während noch vor einem Jahr viel über Konzepte gesprochen wurde, waren in diesem Jahr spürbar mehr Lösungen mit ganz praktischem Nutzen für Anwender:innen zu sehen.

Auch wir konnten vielversprechende Impulse für zukünftige Projekte mitnehmen und viele neue Kontakte knüpfen. Zurück in Montabaur gibt es für uns jetzt eine Menge zu tun. Angesichts dessen ist natürlich klar: Auch die LogiMAT 2027 wird nicht ohne additiv stattfinden.

Mein Praktikum bei additiv

Als es in der Schule hieß, dass wir praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln müssen, war ich erstmal überfordert. Da ich die nächsten zwei Jahre noch zur Schule gehe, hatte ich mir außerhalb noch keine wirklichen Gedanken gemacht. Dennoch lag mein Interesse schon immer bei den sozialen Medien & Co.

Also machte ich mich auf die Suche, ob es hier in Montabaur ein Praktikum in dieser Richtung gab. Relativ schnell stieß ich auf die Seite von additiv. Da mich alles überzeugte, war mir klar: Hier möchte ich mein Praktikum absolvieren. Gesagt. Getan.

Bereits am ersten Tag wurde ich mit offenen Armen empfangen. Ich fühlte mich von Anfang an wohl und willkommen im Team. Ziel war es, einen Einblick in die Praxis der Öffentlichkeitsarbeit und Medienkommunikation zu gewinnen und typische Aufgaben aus dem Agenturalltag kennenzulernen. Jeder aus dem Team hat sich viel Zeit für mich genommen und mir alle Abläufe ausführlich erklärt. Vom Backoffice bis zur Verteilererstellung für eine Pressemitteilung war alles dabei.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass das zweiwöchige Praktikum sehr lehrreich war und mir einen praxisnahen Einblick in die Arbeit einer PR-Agentur gegeben hat. Besonders spannend fand ich die Verbindung von klassischen Presseaufgaben mit modernen Social-Media-Formaten. Die Arbeit an konkreten Aufgaben hat mir sehr dabei geholfen, meine Selbstständigkeit anzukurbeln. Dank des motivierten Teams habe ich ein positives Bild vom späteren Arbeitsleben bekommen!

Vielfältig einsetzbar auf dem Spielfeld der Agentur – Werkstudentin bei additiv

Zwischen breit gefächerten Aufgaben und neuen Erkenntnissen wurde mir schnell klar: Wenn meine Kolleg:innen beide Hände voll zu tun haben, bin ich wie eine dritte Hand im Team – eine zusätzliche Spielerin auf dem Feld, die dort einspringt, wo es gerade eng wird. Diese Unterstützung ist es, die die Rolle als Werkstudentin so wichtig und wertvoll macht.

Ich studiere Digitales und Internationales Marketing und neben meinem Studium ist es mir wichtig, auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Und wo ginge das besser als in einer Agentur, in der sich alles um Content dreht? Natürlich nirgends. additiv ist für mich also genau der richtige Job, um mich weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und an Herausforderungen zu wachsen. Eines wurde mir gleich am Anfang bewusst: Langweilig wird es hier nicht. Die Aufgaben sind so vielfältig wie die Kunden, die wir betreuen.

Mittendrin statt nur dabei

Natürlich gibt es viel Neues zu lernen: von neuen Tools über unterschiedliche Textformate bis hin zu neuen Themenwelten, fast wie neue Spielzüge, die man Schritt für Schritt versteht. Durch mein Team, das mich wirklich mitnimmt, statt nur zu unterstützen, kann ich direkt Fortschritte sehen. Ich bin hier nicht „die Werkstudentin für die übrigen Aufgaben“, sondern ein Teil der Agentur. Schon früh wurden mir eigene Aufgabenbereiche und Verantwortung anvertraut. Mit einem frischen Blickwinkel gehe ich Aufgaben auch mal anders an und bringe neue Impulse ins Team. Daran wachse ich nicht nur persönlich, sondern auch das Zugehörigkeitsgefühl wird gestärkt.

Gerade in Agenturen, in denen vieles parallel läuft und immer etwas los ist, ist es Gold wert, jemanden im Team zu haben, der anderen den Rücken freihält. In meiner Rolle als Werkstudentin gehört genau das zu meinen wichtigsten Aufgaben. Meine Tage laufen oft anders als geplant – hier eine Last-Minute-Recherche, dort ein schneller Instagram-Post, der noch fertig werden muss. Ich wechsle oftmals schnell zwischen meinen To-dos, stelle mich immer wieder auf etwas Neues ein und bleibe flexibel. Und genau das macht diese Rolle nicht nur wichtig fürs gesamte Team, sondern auch unglaublich spannend für mich.

 

 

Agenturarbeit ist Teamarbeit

Als Werkstudentin schieße ich vielleicht nicht das Tor, aber ich bereite den entscheidenden Zug mit vor – damit das Team am Ende gemeinsam das Spiel gewinnt. Auf diesem Weg begegne ich ständig neuen Themen, werde gefordert und lerne immer mehr dazu. Aus jedem Schritt kann ich etwas mitnehmen für den nächsten.

Und immer wieder merke ich: Kein Tag gleicht dem anderen, Herausforderungen lassen sich im Team am besten bewältigen und jede Rolle ist dabei erfolgsentscheidend.

 

2025: Was bisher geschah…

Labubus sind die neuen Monchhichis, Ozzy Osbourne ist dem Rock-Himmel beigetreten (mit Fledermausflügeln statt Engelsflügeln) und Culcha Candela kommt nicht zu deinem Geburtstag, Mausi. Kaum zu glauben, aber das alles ist innerhalb eines Jahres passiert. Doch auch im Hause additiv hat sich in den letzten 12 Monaten einiges getan…

Mit der Einbindung des KI-Modus auf Google in diesem Jahr ist künstliche Intelligenz quer durch die Bevölkerungsschichten nun endgültig fester Bestandteil der digitalen Recherche geworden. Für uns keine große Überraschung, sondern eine logische Konsequenz aus der Vielzahl von Tools und Techniken, die sich rund um KI entwickelt haben. Unsere Inhalte zielen seit jeher darauf ab, komplexe Themen verständlich zu erklären und Entscheidungsprozesse vorzubereiten. Genau diese Klarheit, fachliche Tiefe und Struktur sind es, die in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen an Bedeutung gewinnen – und deshalb einen entscheidenden Vorteil für Unternehmen und Marken bieten.

2025 hat deutlich gemacht, dass Sichtbarkeit im B2B nicht mehr nur über Lautstärke oder reine Reichweite entsteht. Entscheidend ist, ob Inhalte als relevant, verlässlich und einordnend wahrgenommen werden. Dabei werden auch Veröffentlichungen in der unabhängigen Fachpresse, das Erscheinen auf Vergleichsplattformen und Auszeichnungen immer wichtiger, da die KI auch seriöse Quellen dieser Art zur Antwortfindung miteinbezieht. Für unsere Kunden bedeutet das: Wer in der digitalen Recherche eine Rolle spielen will, muss echte Antworten entlang der Buyer’s Journey und orientiert an realen Fragen aus Vertrieb und Markt liefern. KI wird zum Stakeholder, den man nicht mehr ignorieren kann.

Substanz schlägt Show

2025 hat geliefert. Zum Beispiel auf der LogiMAT. Die wichtigste Messe der Intralogistik, viel Technik, viel Tempo und ein ziemlich starkes Signal für unsere Kunden aus der Logistikbranche. Besonders stolz waren wir auf PSI, die mit PSIwms AI  den Wettbewerb „BESTES PRODUKT 2025“ gewannen. Und zwar für KI, die nicht nur gut klingt, sondern im operativen Alltag funktioniert. Genau solche Lösungen verdienen Aufmerksamkeit.

Wir durften uns dieses Jahr auch selbst fest auf die Schulter klopfen. Beim PR Report Award schafften wir es auf die Shortlist – gemeinsam mit unserem Kunden Sereact gleich in zwei Kategorien: Business-to-Business sowie Technologie & Innovation. Zwei Nominierungen für einen Case, der zeigt, dass man KI nicht aufblasen muss, damit sie wirkt.

Nicht ohne mein Team

In diesem Jahr haben wir uns auch bewusst Zeit jenseits von Projekten und Timings genommen. Im Sommer trafen wir uns mit unseren Liebsten im Schlepptau in einer Grillhütte mitten im Maisfeld. An diesem ausgelassenen Nachmittag, der sich für einige bis in die Nacht ausdehnte, lernten wir nicht nur die Partner:innen und Sprösslinge unseres Teams kennen, sondern sahen auch alte Gesichter wieder: Kolleg:innen, die sich in Elternzeit befinden, haben sich unter die Menge gemischt und es war, als wären sie keinen Tag lang weg gewesen!

Im Oktober folgte der Agenturausflug nach Trier. Gemeinsam folgten wir den gut erhaltenen Spuren der alten Römer und frischten unsere Latein-Kenntnisse auf. Genau die Art von Tagen, die mehr bringen als jedes Teammeeting. Und ja, es gab auch neuen additiv Merch. Stylische Kappen und praktische Jute-Beutel, die garantiert zu jedem einzelnen unserer individuellen Outfit-Styles passen.

Ein so wertvolles Jahr verdient natürlich auch einen angemessenen Abschluss: Bei einem guten Abendessen und einem noch besseren Nachtisch wurde es schon fast sentimental. Das lag bestimmt an unserem selbstgemachten Kalender. Eine kleine Aufmerksamkeit an unsere Chefs mit 12 Seiten des a-Teams – natürlich von der Schokoladenseite (sorry Heidi, dein Foto brauchen wir nicht)!

Unterm Strich war 2025 ein Jahr, das nicht nur funktioniert, sondern sich auch einfach gut angefühlt hat.

Mittendrin statt nur dabei: Mein erstes Jahr als Azubine bei additiv.

Mein erstes Ausbildungsjahr als Medienkauffrau bei additiv liegt hinter mir – viele Monate voller neuer Erfahrungen, spannender Projekte und Aha-Momente.

Aber von Anfang an:

Schon während meiner Schulzeit wusste ich, dass ich später in die Medienbranche möchte. Besonders mein Praktikum in einer Werbeagentur in der 10. Klasse hat diesen Wunsch bestärkt. Trotzdem bin ich nach der Realschule zunächst weiter zur Schule gegangen, um Abitur zu machen.

Zwischen Leistungsdruck und Realschüler-Image, das ich bis zum Ende nicht loswurde, fühlte ich mich auf dem Gymnasium nicht wirklich wohl. Es war einfach nicht das Richtige für mich.

Gegen Ende des ersten Halbjahres der 12. Klasse kam mir immer öfter der Gedanke: „Ich weiß doch sowieso, was ich beruflich machen will, was mache ich eigentlich noch hier?“

Also begann ich, mich nach passenden Ausbildungsberufen umzusehen. Zuerst habe ich mich als Mediengestalterin für Bild und Ton sowie Digital und Print beworben, weil mir das kreative Arbeiten im Praktikum in der Werbeagentur besonders viel Spaß gemacht hat. Mir ist dabei schnell aufgefallen, dass es in unserer Gegend recht wenige Ausbildungsplätze in dieser Richtung gibt. Also habe ich nach anderen spannenden Berufen im Medienbereich recherchiert und bin dabei auf die Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print gestoßen.

Ausbildung zum Medienallrounder

Was mich daran so gereizt hat? Die Mischung aus kreativen Aufgaben, etwa dem Schreiben von Texten oder dem Erstellen von Bildmaterial, und dem kaufmännischen Bereich. Damit mache ich sozusagen eine Ausbildung zum Medienallrounder.

Meine Mutter stieß über Social Media auf die Stellenausschreibung von additiv und zeigte sie mir sofort. Daraufhin habe ich mich beworben und wurde ziemlich schnell zu einem persönlichen Gespräch eingeladen – das netteste Kennenlerngespräch, das ich je hatte. Nach einem kurzen dreitägigen Praktikum kam bald die Zusage.

Im August 2024 startete auch schon meine Ausbildung und ich wurde sofort herzlich als erster Azubi bei additiv im Team aufgenommen. Schon ab dem ersten Tag war ich mitten im Agenturalltag.

Besonders schön ist, wie offen und hilfsbereit das Team ist. Von Anfang an habe ich mich als Teil der Agentur gefühlt, ich kann jederzeit Fragen stellen und bekomme abwechslungsreiche Aufgaben. Diese Unterstützung hat mir beim Lernen und Verstehen sehr geholfen.

Mein erstes Ausbildungsjahr

Von Anfang an wurde ich in echte Projekte eingebunden und konnte in verschiedenen Teams unterstützen – zum Beispiel in der Buchhaltung. Dort erhalte ich die perfekte Praxisergänzung zu meinem Berufsschulfach Steuerung und Kontrolle, in dem ich alles über das System der Buchführung lerne. Ich sage nur: Soll an Haben!

Seit etwa einem halben Jahr unterstütze ich zudem in einigen Kundenteams. Ich nehme an den wöchentlichen Jour-Fixe-Terminen teil und übernehme viele organisatorische Aufgaben im Hintergrund. Besonders viel Freude bereitet mir das Schreiben von Social-Media-Posts und das Erstellen passender Grafiken.

Diese Vielseitigkeit an Aufgaben sorgt dafür, dass es nie langweilig wird.

Nun habe ich mein erstes Lehrjahr als Azubine bei additiv hinter mir und ich habe schon unglaublich viel gelernt. Sowohl theoretisch in der Berufsschule als auch praktisch bei der Arbeit in der Agentur.

Ich bin gespannt auf das, was die nächsten beiden Jahre noch bringen werden!