Certified Kommunikationsmanagerin – Mein Volo und die Zeit in Berlin
Diesen Sommer habe ich mein Volontariat B2B-Kommunikation hier bei additiv abgeschlossen – und was soll ich sagen? Ich bin startklar, meine Position als Junior-Beraterin anzutreten.
Zeit für einen kleinen Rückblick…
Praxis statt pauken
Nach meinem Studium in einer der nicht so schönen Städte Deutschlands (entschuldigt bitte), kehrte ich voller Vorfreude zurück nach Montabaur, um meinen ersten Vollzeit-Job anzutreten: Das Volontariat bei additiv. Ich durfte von der Pike auf lernen, wie Kommunikation und Beratung funktioniert. Die ergänzenden mehrtägigen Seminarphasen in der Hauptstadt haben mich mit der notwendigen Theorie versorgt, während ich im Agenturalltag direkt alles in die Praxis umsetzen konnte. Dazu gehören Recherchen, das Texten, Pressearbeit, Planen sowie Umsetzen von Social Media Strategien und ganze Kampagnen, komplexe Kundenprojekte, Abstimmungen und Zusammenarbeit mit externen und internen Teams und natürlich auch spontane Entscheidungen. Genau diese Mischung gefällt mir so: Kein Tag hier ist komplett vorhersehbar, aber jeder Tag hat mich ein Stück sicherer gemacht. (Jetzt bin ich die beste Beraterin, die die Welt je gesehen hat.)
Berlin, Schreibwerkstatt und ein Zertifikat obendrauf
Ein echtes Highlight meines Volontariats war der einjährige, von additiv finanzierte Zertifikats-Lehrgang Kommunikationsmanagement der Deutschen Presseakademie – kurz depak – in Zusammenarbeit mit der Quadriga Hochschule Berlin. Die depak ist auf Weiterbildung in PR, Kommunikation und digitalem Wandel spezialisiert und verbindet fundierte Theorie mit viel Praxis. Für mich bedeutete das: drei Seminarphasen in Berlin, ergänzt durch digitale Lerninhalte und den direkten Austausch mit erfahrenen Kommunikationsprofis.
Inhaltlich war der Lehrgang extrem vielseitig. Wir lernten das Schreiben verschiedener Content-Formate, Storytelling und die Konzeption unterschiedlicher Kampagnen, Videoproduktion und Kameraführung und konnten unser Auftreten vor der Kamera optimieren. Außerdem ging es um Kommunikationskonzepte und -strategien, Online- und Social-Media-Kommunikation, Krisenkommunikation, interne Kommunikation, Markenmanagement, Kundenkontakt und die Arbeit in Agenturen. So bekommt man nicht nur einzelne PR-Tools an die Hand, sondern einen ziemlich umfassenden Blick auf die gesamte Kommunikationsbranche. Nach erfolgreichem Abschluss hielt ich bei der letzten Seminarphase das Zertifikat „Kommunikationsmanager:in (depak)“ in den Händen.
Beim ersten Mal bin ich also allein von Montabaur aus in den Zug gestiegen und war etwas nervös. Im Nachhinein kann ich sagen: Genau das war eine der besten Erfahrungen meines Volontariats. Vor Ort konnte ich meine Freizeit so gestalten, wie ich wollte, und hatte gleichzeitig die Chance, viele neue Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Die anderen Teilnehmenden kamen aus ganz Deutschland und arbeiteten in ganz unterschiedlichen Unternehmen und Branchen. Besonders spannend fand ich den Austausch, weil sich gezeigt hat: Viele Herausforderungen in der Öffentlichkeitsarbeit ähneln sich, aber jede Organisation geht anders damit um.
Baby steps
Ein Volontariat ist kein zweijähriger Test, den du fehlerfrei bestehen musst. Deshalb: ausprobieren, durch Feedback an sich selbst arbeiten und Verantwortung übernehmen. Auch Aufgaben annehmen, die zunächst ungewohnt und riesig wirken. Bei mir waren es zum Beispiel neue sehr technische Themen oder Formate, bei denen ich anfangs noch nicht genau wusste, wie ich sie angehen soll. Genau hier liegt oft der größte Lerneffekt.
Mein wichtigster Tipp: Traut euch, Fragen zu stellen. Und traut euch, alleine Entscheidungen zu treffen. Am Anfang kann man nicht alles wissen, und das muss man auch nicht. Wer neugierig bleibt, Tipps annimmt und sich aktiv einbringt, macht schnell Fortschritte. Ich habe außerdem gelernt, mir Notizen zu machen, Aufgaben sauber zu priorisieren und auch mal „Stopp, ich brauche kurz eine zweite Meinung“ zu sagen. Das spart Zeit und bringt einen viel schneller weiter, als stilles Grübeln.
Ich nehme viele Erfahrungen, tolle Begegnungen und eine riesen Portion Selbstvertrauen mit. Und jetzt kann es als Junior-Beraterin weitergehen: mit neuen Themen, neuen Projekten, neuen Kunden und ganz sicher auch ein paar neuen Learnings.