Ein Blick hinter die Kulissen – wie ein Videoprojekt bei additiv entsteht
Ein Videoprojekt bei additiv beginnt für mich eigentlich immer ähnlich: Mal ist es eine kurze Nachricht in Teams, mal ein Zuruf im Flur – aber die Message ist immer etwas wie: „Hey, Kunde X hat da ein interessantes Projekt und ein Video würde super passen. Schau doch mal im Jour Fixe vorbei.“ In meinen Ohren der Startschuss für ein Projekt, das schnell Fahrt aufnimmt. Denn bevor überhaupt eine Kamera eingeschaltet wird, beginnt ein Prozess, der viel mehr ist als nur Planung und Technik. Videoprojekte sind ein Mix aus wohltuender Struktur und der eigenen Kreativität. Und genau das macht die Arbeit im Video‑Team aus: Kein Projekt gleicht dem anderen.
Entgegengesetzt zu einem sehr bekannten antiken Zitat führen im Videoteam nicht alle Wege nach Rom – vielmehr starten sie dort und nehmen anschließend ihren eigenen Weg zum Ziel. Unser Startpunkt, also „unser Rom“, ist dabei der erste Austausch mit dem Kunden. Hier werden Erwartungshaltungen besprochen und Rahmenbedingungen festgezurrt. Was soll das Video eigentlich erzählen? Was ist das Ziel dahinter? Wen wollen wir erreichen? Und welches Gefühl soll am Ende beim Zuschauer hängen bleiben? Manchmal gibt es im Voraus schon eine ziemlich klare Vorstellung und manchmal wird die Idee erst im gemeinsamen Gespräch so richtig greifbar. Jede Frage, jede Skizze und jeder Gedanke bringen uns dabei dem finalen Video ein Stück näher.
Auf der Suche nach dem roten Faden
Nach dem ersten Austausch beginnt eine Phase, die nach außen oft unscheinbar wirkt, für mich aber das eigentliche Fundament des gesamten Projekts legt: die Vorbereitung. Jetzt geht es darum, alle Infos, die wir im Gespräch gesammelt haben, zu einem roten Faden zu spinnen.
Die Storyline bildet den inhaltlichen Rahmen und legt fest, wie das Video aufgebaut ist und in welcher Reihenfolge die Inhalte erzählt werden. Sind Interviews geplant, ergänze ich den entsprechenden Fragebogen.
Parallel erstelle ich die Disposition für den Drehtag: Wer ist wann vor Ort? Welche Szenen drehen wir zu welcher Uhrzeit? Welche Räume oder Motive brauchen wir? Und wie viel Zeit planen wir dafür ein?
Die Vorproduktion wird durch das visuelle Konzept abgerundet. Dabei legen wir fest, welche Bilder zur Story passen, die Aussagen untermauern oder die gewünschte Atmosphäre schaffen. So haben alle Beteiligten eine gemeinsame Vorstellung davon, wie das Video später wirken soll.
Jetzt wird’s spannend: Lights, Camera, Action!
Dann kommt endlich das Highlight eines jeden Videoprojekts: der Drehtag. Umgesetzt werden die Filmarbeiten dabei von meinen externen Lieblingskollegen – unseren Kameraleuten. Einige von ihnen kenne ich schon seit mehreren Jahren und wir haben schon oft gemeinsam hinter der Kamera gestanden. Während sie ihr Equipment aufbauen und das Setting perfektionieren, gehe ich mit den Verantwortlichen vor Ort und den Interviewten noch einmal den geplanten Ablauf und die Fragen genau durch, sodass am Ende keine Unsicherheiten bleiben.
Wenn alles steht, starten wir mit den Aufnahmen. Die Storyline gibt die Richtung vor und der Interviewleitfaden sorgt für klare Aussagen. Trotzdem bleibt immer Raum für spontane Entscheidungen – ein anderer Kamerawinkel, eine Szene, die besser wirkt als gedacht, oder ein kurzer Moment, der das Video emotionaler macht als geplant.
Was ich an Drehtagen besonders mag, ist das Zusammenspiel unseres Teams in Kombination mit den Besonderheiten eines jeden Projekts. Jeder weiß, was zu tun ist, und trotzdem bleibt genug Kreativität, um jedem Video eine eigene Note zu geben.
Alles fügt sich zusammen
Nach dem Dreh landet das gesamte Material erst einmal bei mir auf dem Schreibtisch – oder besser gesagt: auf meinem Rechner. Jetzt beginnt die Phase, in der das Videopuzzle zusammengesetzt wird.
Ich sichte die Aufnahmen, wähle die besten Szenen aus und erstelle daraus den Ablaufplan der einzelnen Sequenzen. Auf dieser Basis entsteht dann ein erster Rohschnitt. Mit dieser Version startet mein Feinschliff: O-Töne kürzen, tauschen oder komplett ersetzen, bis der rote Faden perfekt zu erkennen ist. Sobald die Inhalte dann finalisiert sind, kommt die Magie unsere Bewegtbildprofis zum Einsatz: Übergänge glätten, Musik auswählen, Bauchbinden einfügen und den Ton sauber abmischen. Dieser Teil ist oft sehr detailreich, aber genau das macht ihn so spannend. Man sieht mit jedem kleinen Schritt, wie aus einzelnen Fragmenten etwas Schlüssiges entsteht.
Und irgendwann ist er dann da: Der Moment, in dem das Video rund wirkt. Jetzt steht nur noch die finale Freigabe aus. Anschließend kann unser Kunde es für den eigenen Onlineauftritt, für Social Media oder auf Events sowie in Verkaufsgesprächen nutzten – ganz so wie es möchte.
Was am Ende bleibt… und dann beginnt’s von vorn
Wenn ein Videoprojekt abgeschlossen ist, merke ich oft erst, wie viel in den vergangenen Tagen oder Wochen eigentlich passiert ist. Von der ersten Nachricht in Teams bis zum finalen Export steckt jede Menge Abstimmung, Kreativität und Detailarbeit drin. Genau das macht jedes Projekt auf seine eigene Weise besonders.
Was ich im Video‑Team bei additiv besonders schätze, ist genau dieser Mix: ein strukturierter Ablauf, der Halt gibt aber gleichzeitig auch genug Raum für spontane Ideen, neue Perspektiven und besondere Momente. Kein Dreh ist wie der andere, kein Schnitt läuft gleich, kein Kunde bringt die gleiche Geschichte mit.
Und genau deshalb freue ich mich jedes Mal, wenn wieder eine Nachricht auftaucht: „Hey, da gibt’s ein spannendes Projekt…“