The Working Dad: Zweimal Elternzeit und zurück

The Working Dad: Zweimal Elternzeit und zurück

Oktober 2025, irgendwo zwischen Bergen und den Fjorden. Zum ersten Mal Elternzeit für mich. Vier Wochen raus aus dem Agenturalltag, vier Wochen mit deutlich weniger Terminen im Kalender. Anders turbulent eben. Aber damit nicht genug: Meine insgesamt acht Wochen Elternzeit teilte ich in zwei Phasen mit jeweils vier Wochen auf. So konnte ich im Juni 2026 nochmal vier Wochen mit der Familie erleben. Noch energiereicher als beim ersten Mal.

Ich bin Max, 37 Jahre alt, verheiratet und seit Oktober 2024 stolzer Papa. Unsere Tochter hat den Alltag ganz schön umsortiert. Während ich arbeite, übernehmen meine Frau oder die Großeltern den größeren Teil der Betreuung. Nach Feierabend und am Wochenende versuche ich natürlich, so viel wie möglich zu übernehmen. Aber während der Elternzeit herrscht noch einmal ein ganz anderer Rhythmus: in dieser Zeit strukturieren nicht OneNote, Trello oder der nächste Kundencall den Tag, sondern Schlafenszeiten, Mahlzeiten und die Frage, ob die Wechselklamotten wirklich eingepackt sind. Meine acht Wochen Elternzeit konnte ich in zwei Blöcke aufteilen und genau diese Möglichkeit hat für mich einen großen Unterschied gemacht.

Erste Phase: alle unter einem Dach

Im Oktober 2025 standen meine ersten vier Wochen Elternzeit an. Neben unserer Reise nach Norwegen blieb vor allem eines hängen: die Möglichkeit, mich im Familienalltag anders einzubringen. Nicht nur punktuell, wenn der Arbeitstag vorbei ist, sondern rund um die Uhr. Das verändert den Blick auf vieles. Auf die kleinen Routinen zu Hause, auf die vielen Handgriffe, die sonst einfach passieren. Und auf die schier unendliche Energie, die ein Kind jeden Tag mitbringt – und einfordert.

Diese vier Wochen waren lang genug, um aus dem Arbeitsmodus herauszukommen und einen eigenen Rhythmus mit der Familie zu entwickeln. Gleichzeitig wusste ich: Es gibt noch eine zweite Phase. Die Elternzeit war also nicht einfach ein einmaliger Block, sondern etwas, auf das ich mich später noch einmal freuen konnte.

Zweite Phase: Die Welt neu entdecken

Acht Monate später, also im Juni 2026, folgte der zweite Elternzeit-Block. Wieder vier Wochen, aber eine ganz andere Ausgangslage. Meine Frau geht wieder in Teilzeit arbeiten. Und meine Tochter läuft inzwischen. Ihr Radius ist damit deutlich größer geworden – unserer auch. Der Spielplatz wurde zum festen Programmpunkt, der Tierpark zum Ausflugsziel. Und der Supermarkt? Der ist keine schnelle Besorgung mehr, sondern ein Ort mit vielen Möglichkeiten. Vor allem aus Sicht der Kleinen: Lebensmittel aus dem Regal ziehen, alles genau anschauen und am besten direkt auf den Boden werfen. Sauber machen in Gang 3!

Dass ich im Abstand von mehreren Monaten noch einmal vier Wochen Familienzeit nahm, war dabei besonders schön. Ich habe meine Tochter in zwei unterschiedlichen Entwicklungsphasen erlebt. Während im Oktober vieles noch neu war, war sie im Juni bereits mittendrin: laufend, entdeckend und mit einem sehr klaren eigenen Plan für jeden Tag.

Zeit für die Familie – zweimal

Genau darin liegt für mich der Wert der Elternzeit. Sie schafft Raum für diese Momente, die im Rückblick wahrscheinlich viel zu schnell vorbeiziehen. Durch die Aufteilung in zwei Vier-Wochen-Phasen konnte ich zweimal bewusst aus dem Arbeitsalltag aussteigen und mich ganz auf meine Familie konzentrieren. Ich konnte  meine Tochter im Alltag erleben, sie auf dem Spielplatz begleiten, mit ihr unterwegs sein und Aufgaben übernehmen.

Und ich habe gemerkt: Insgesamt acht Wochen reichen nicht, um sich an den neuen Takt zu gewöhnen. Aber sie reichen, um wirklich ein Teil davon zu sein. Zweimal vier Wochen haben außerdem gezeigt, wie unterschiedlich Elternzeit je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes sein kann.

Wenn die Projekte in guten Händen sind

Dass das so entspannt möglich war, lag auch an meinen Kolleg:innen bei additiv. Sie haben mich bei meinen Kund:innen hervorragend vertreten. Wir arbeiten bei additiv in Teams und halten die Themen für unsere Kund:innen transparent. Deshalb war klar, wer woran arbeitet und was als Nächstes ansteht. Ich bin mit freiem Kopf in die Elternzeit gegangen, weil ich wusste: Die Projekte sind in guten Händen.

Auch der Wiedereinstieg lief nach beiden Elternzeit-Blöcken top. Nach vier Wochen wieder in Kunden- und Agenturthemen einzusteigen, ist natürlich erst einmal eine Umstellung. Aber die Übergabe war sauber, die Abstimmung funktionierte und ich konnte mich auf die Teams verlassen. Für einen Working Dad ist das genau die Unterstützung, die Elternzeit nicht zu einem organisatorischen Kraftakt macht, sondern zu dem, was sie sein sollte: Zeit für Familie.

An dieser Stelle deshalb ein riesiges Dankeschön an meine Kolleginnen. Ohne euch wären die zwei Elternzeit-Phasen nicht so unkompliziert möglich gewesen! Und meine Tochter? Die plant vermutlich schon den nächsten Supermarktbesuch…