Messe-PR-Zeitplan für die LogiMAT 2027: Was 16 Wochen vor der Messe passieren muss
Dein Stand für die LogiMAT 2027 ist gebucht. Die Neuheit ist fast fertig. Und die Pressearbeit? Fängst du jetzt an, liegst du genau richtig. Wartest du bis Februar, liest du in den Fachmedien vor allem über die anderen.
Inhalt
- Warum bringt die LogiMAT vielen Ausstellern so wenig Presse?
- Wann sollte die Pressearbeit für die LogiMAT 2027 beginnen?
- Wie sieht der Zeitplan bis zur Messe aus?
- Was gehört in die Pressemappe zur LogiMAT?
- Wie bekommst du Redaktionstermine am Messestand?
- Welche Fachmedien sind für die LogiMAT wichtig?
- Was passiert nach der Messe?
- Häufige Fragen
Das Wichtigste in Kürze
- Die Pressearbeit für die LogiMAT 2027 beginnt Ende November, rund 16 Wochen vor dem Messestart am 16. März.
- Bis Weihnachten stehen Thema und Material.
- Im Dezember oder Januar geht die erste Pressemitteilung an die Fachmedien, damit die Neuheit in den Messevorschauen auftaucht.
- Im Februar folgen persönliche Einladungen zu Redaktionsgesprächen am Stand.
- In den drei Wochen nach der Messe fasst du nach, damit aus Gesprächen Veröffentlichungen werden.
- Wer erst im Februar anfängt, verpasst oft die Vorschauen.
Warum bringt die LogiMAT vielen Ausstellern so wenig Presse?
Weil die Pressearbeit zu spät beginnt. Viele Aussteller planen Standbau und Exponate monatelang. Die Pressemitteilung entsteht dagegen oft erst in den letzten zwei Wochen. Dann ist es bei vielen Redaktionen zu spät. Die Messevorschauen sind meist geplant. Viele Termine sind vergeben.
Das Ergebnis kennen viele Marketingverantwortliche aus der Intralogistik. Der Stand ist gut besucht. Es kommen aber vor allem Laufkundschaft und Wettbewerb. In den Fachmedien taucht das eigene Unternehmen nicht auf. Auf die Frage der Geschäftsführung, was die Messe gebracht hat, fehlt eine gute Antwort.
Dabei ist die LogiMAT für die Intralogistik eine wichtige Bühne. Fachredaktionen kommen mit einem klaren Auftrag auf das Stuttgarter Messegelände: Neuheiten finden und Geschichten für die nächsten Monate sammeln. Wer ihnen vorher ein Thema gegeben hat, steht auf ihrer Liste. Wer erst am Stand auffallen will, muss auf Zufall hoffen. Entscheidend ist nicht, wie viele Meldungen ein Unternehmen verschickt. Entscheidend ist, ob eine Redaktion versteht, warum die Neuheit ihre Leserschaft interessiert.
Wann sollte die Pressearbeit für die LogiMAT 2027 beginnen?
Ende November 2026. Die LogiMAT 2027 läuft vom 16. bis 18. März 2027 in Stuttgart. Rechnet man rückwärts, braucht die Pressearbeit rund 16 Wochen:
- vier Wochen für Thema und Material, bis kurz vor Weihnachten
- zwei Wochen Pause über die Feiertage
- vier Wochen für Pressemitteilung und Vorschauen, vor allem im Januar
- vier Wochen für Einladungen und Terminplanung, im Februar
- zwei Wochen für den Endspurt vor der Messe, Anfang März
Die Vorschauhefte der Fachmedien planen ihre Messethemen mehrere Wochen vor dem Erscheinen. Den genauen Redaktionsschluss nennen die Mediadaten der jeweiligen Titel. Ein Blick dort hinein gehört in die erste Woche.
Wie sieht der Zeitplan bis zur Messe aus?
Der Zeitplan folgt einer einfachen Logik: Erst steht das Thema, dann kommen die Medien. Die Termine bauen auf beidem auf.
Ende November bis Weihnachten (16 bis 12 Wochen vorher): Thema klären
- Welche Neuheit zeigst du? Warum ist sie für Unternehmen mit Lager und Produktion relevant?
- Wer spricht für das Unternehmen? Eine Person aus der Technik oder der Geschäftsführung, die auch im Gespräch mit der Presse sattelfest ist.
- Welches Material gibt es schon: Bilder, Daten, Anwendungsbeispiele, ein Kundenunternehmen, das berichten würde?
- Prüfen, ob die Neuheit für den LogiMAT-Award „Bestes Produkt“ angemeldet werden soll. Bedingungen und Einreichfrist nennt der Veranstalter.
Dezember und Januar (bis 7 Wochen vorher): Fachmedien ansprechen
- Erste Pressemitteilung zur Messeneuheit mit Bildern und technischen Daten an die Fachmedien.
- Mediadaten der Vorschauen prüfen und Themen gezielt anbieten.
- Wo es passt: einen Fachbeitrag anbieten, der nach der Messe erscheint.
Februar (6 bis 3 Wochen vorher): Termine planen
- Persönliche Einladungen zu Redaktionsgesprächen am Stand mit einem Thema.
- Pressemappe digital und gedruckt für den Stand fertigstellen.
- Sprechende vorbereiten: Kernbotschaften und die drei wahrscheinlichsten Fragen.
Anfang März (2 bis 1 Woche vorher): Endspurt
- Zweite Pressemitteilung, wenn es Neues gibt, etwa eine Premiere oder einen Kunden.
- Termine bestätigen und das Standpersonal briefen. Wer empfängt die Presse? Wo ist ein ruhiger Platz?
- LinkedIn-Posts zur Messe vorbereiten.
16. bis 18. März 2027: auf der Messe
- Redaktionsgespräche führen. Fotos und kurze Videostatements aufnehmen.
- Notieren, wer was zugesagt oder angefragt hat.
Bis Anfang April (bis 3 Wochen danach): nachfassen
- Versprochenes Material liefern und Fachbeiträge abstimmen. Interviews freigeben.
- Veröffentlichungen sammeln und auswerten.
Was gehört in die Pressemappe zur LogiMAT?
Eine Pressemappe für die LogiMAT braucht vor allem eines: Material, das eine Redaktion sofort verwenden kann. Dazu gehören:
- die aktuelle Pressemitteilung zur Messeneuheit
- ein kurzes Unternehmensprofil auf Deutsch und Englisch
- ein oder zwei Factsheets zu Produkten mit den wichtigsten technischen Daten
- druckfähige Produktbilder und Porträts der Sprechenden mit Bildunterschrift und Nutzungshinweis
- Ansprechperson mit Telefonnummer, die auch während der Messe erreichbar ist
Digital gehört die Mappe auf eine eigene Seite der Website, damit Redaktionen sie vor und nach der Messe finden. Wie eine Pressemappe grundsätzlich aufgebaut ist, steht in unserem Beitrag Die perfekte Pressemappe.
Wie bekommst du Redaktionstermine am Messestand?
Mit einem Thema, nicht mit einer Einladung zum Standbesuch. Redaktionen haben auf der LogiMAT meist wenig Zeit und viele Anfragen. Ein Termin kommt zustande, wenn klar ist, worüber gesprochen wird und warum das für die Leserschaft relevant ist.
So gehst du vor:
- persönlich per Mail an die zuständige Person in der Redaktion einladen
- ein konkretes Thema nennen, etwa die Neuheit oder eine Anwendung beim Kunden
- feste Zeitfenster von etwa 30 Minuten über die drei Messetage verteilt anbieten
- Sprechende vorbereiten, die Fragen fachlich beantworten können
Eine Pressekonferenz lohnt sich nur bei einer Neuheit, die wirklich Nachrichtenwert hat. Für die meisten Aussteller bringen einzelne Gespräche mehr, weil jede Redaktion ihren eigenen Blickwinkel bekommt.
Welche Fachmedien sind für die LogiMAT wichtig?
Für die Intralogistik sind wichtige Titel LOGISTIK HEUTE, DVZ, MM LOGISTIK, f+h und dhf Intralogistik. Für Fördertechnik und Krane ergänzt Hebezeuge Fördermittel die Liste. Je nach Thema kommen Titel aus Produktion oder Automatisierung dazu. Bei Softwarethemen gilt das auch für IT-Medien.
Wer international verkauft, braucht zusätzlich eine englische Pressemitteilung. Die LogiMAT zieht Fachpublikum aus vielen Ländern an. Auch internationale Medien berichten über die Messe. Eine gute Übersetzung reicht dafür meist nicht. Fachbegriffe und Zahlenformate müssen für den englischsprachigen Markt passen. Das gilt auch für die Beispiele.
Was passiert nach der Messe?
Nach der Messe geht die Pressearbeit weiter. Viele Veröffentlichungen entstehen in den Wochen danach: Nachberichte, Fachbeiträge, Interviews, Anwenderberichte.
Drei Dinge entscheiden darüber, ob aus den Gesprächen Artikel werden:
- am besten in der Woche nach der Messe nachfassen
- zugesagtes Material wie Bilder oder Ansprechpersonen beim Kunden liefern
- Ergebnisse messen: Wie viele Veröffentlichungen sind aus den Redaktionsgesprächen entstanden? Welche Anfragen kamen über die Presse?
Diese Zahlen sind die beste Antwort auf die Frage der Geschäftsführung, was die Messe gebracht hat. Und sie zeigen, wo es bei der nächsten LogiMAT besser laufen kann.
Wenn du die Pressearbeit zur Messe nicht allein stemmen willst, unterstützen wir dich bei der Messe-PR.
Häufige Fragen
Reicht eine Pressemitteilung in der Messewoche?
Nein, eine Pressemitteilung in der Messewoche geht meist unter. Die Redaktionen haben ihre Messeberichte dann meist schon geplant. Gleichzeitig erreichen sie die Meldungen vieler anderer Aussteller. Mehr Wirkung hat eine Meldung im Dezember oder Januar, wenn die Vorschauen entstehen.
Lohnt sich eine Pressekonferenz auf der LogiMAT?
Eine Pressekonferenz rechnet sich auf der LogiMAT meist nur, wenn die Neuheit echten Nachrichtenwert hat. Sie konkurriert auf der LogiMAT mit vielen anderen Terminen. Wer trotzdem mehrere Redaktionen auf einmal treffen will, lädt besser zu einem kleinen Pressegespräch am eigenen Stand ein.
Brauche ich eine englische Pressemitteilung?
Eine englische Pressemitteilung brauchst du, wenn du international verkaufst oder internationales Fachpublikum erreichen willst. Sie geht zur selben Zeit raus wie die deutsche Fassung. Auch internationale Fachmedien planen ihre Messeberichte oft im Voraus.
Wie lang sollte eine Pressemitteilung zur Messe sein?
Eine Pressemitteilung zur Messe sollte rund 2.000 bis 3.000 Zeichen haben. Das reicht für Neuheit, Nutzen, die wichtigsten Daten und ein Zitat. Details gehören ins Factsheet.
Wie viel Vorlauf brauchen Redaktionsgespräche am Stand?
Einladungen zu Redaktionsgesprächen sollten drei bis sechs Wochen vor der Messe verschickt werden. Kommt die Einladung zu früh, ist sie bis zur Messe vergessen. Kommt sie zu spät, sind die Kalender in den Redaktionen oft schon voll.
Wie messe ich den Erfolg der Messe-PR?
Den Erfolg der Messe-PR misst du an Redaktionsgesprächen und an den Veröffentlichungen in den Wochen nach der Messe. Anfragen, die über die Presse kommen, gehören ebenfalls dazu. Reichweitenwerte allein sagen wenig darüber, ob die richtige Leserschaft erreicht wurde.
Was sollte ich auf LinkedIn rund um die Messe posten?
Auf LinkedIn funktionieren Beiträge, die die Messe vom ersten Einblick bis zur Nachlese begleiten. Vor der Messe zeigst du die Vorbereitung und die Neuheit. Während der Messe passen kurze Beiträge vom Stand. Danach fasst du die wichtigsten Gespräche zusammen. LinkedIn ergänzt die Pressearbeit, ersetzt sie aber nicht.